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Teamentwicklung - Lasset die Spiele beginnen

August 27, 2015

Würden alle Mitarbeiter über das gleiche Know-how und die gleiche Erfahrung verfügen sowie die gleiche Sichtweise auf Probleme haben, bräuchte es kein Team. In einem Team inspirieren sich im Idealfall die Teammitglieder gegenseitig. Schlimmstenfalls bekämpfen sie sich. 

 

 

Ein Team organisiert im Gegensatz zu einer Gruppe mit hierarchischem Gruppenleiter die interne Zusammenarbeit selbst:

 

Wer übernimmt welche Aufgabe?

Wie wird beim Lösen von Problemen vorgegangen?

Wer koordiniert die Arbeit des Teams und vertritt es nach außen?

 

Eine Formel für das optimale Team gibt es nicht, aber eins ist sicher: Jedes Team durchläuft zunächst einen längeren Prozess der Selbstfindung, bevor es voll leistungsfähig ist.

 

Diese Selbstfindung gliedert sich in vier Phasen:

 

1. Forming oder Orientierungsphase

 

In der Forming-Phase beschnuppern sich die Teammitglieder gegenseitig. Sie versuchen zu ermitteln:

  • Was können die neuen Kollegen?

  • Welche Interessen verfolgen sie?

  • Ist mit ihnen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich?

 

Achtung: In dieser Phase empfindet sich das Team noch nicht als Team.

 

2. Storming oder Konfliktphase

 

Die Storming-Phase ist von Auseinandersetzungen geprägt. Hier werden sozusagen die Rangkämpfe ausgefochten. Dabei geht es unter anderem darum:

  • Wer hat welche Aufgabe?

  • Wer spielt welche Rolle im Team?

  • Wie stark werden die unterschiedlichen Interessen berücksichtigt?

In dieser Phase kochen oft unterschwellige Konflikte zwischen den Bereichen und Funktionsgruppen im Unternehmen hoch. Die Teammitglieder sind stärker mit Statuskämpfen als mit ihrer Aufgabe beschäftigt.

 

3. Norming oder Organisationsphase

 

Die Wogen glätten sich allmählich. Nun entwickeln die Teammitglieder Spielregeln für den Umgang miteinander. Außerdem vereinbaren sie erste Maximen, an die sich alle beim Lösen der Aufgabe halten.

 

In den ersten drei Phasen ist das Team also weitgehend mit sich selbst beschäftigt. Entsprechend mager fallen die Arbeitsergebnisse im Vergleich zur Einzelarbeit aus. Teamarbeit wird dann oft als zeitraubend und wenig effektiv erlebt – von den Teammitgliedern selbst und von ihrem Umfeld, das die lange Dauer für die Erledigung der Aufgaben bemängelt.

 

Aber zum Glück folgt dann

 

4. Performing oder Integrationsphase

 

Erst in dieser Phase erzielt das Team bessere Ergebnisse, als wenn seine Mitglieder alleine arbeiten würden.

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